Wolfgang der Vagabund

Geboren wurde ich in Ebenode, einer kleinen Siedlung im Norden Bayerns. Mein Vater war Verwalter auf dem dortigen Schloss, das aus der alten Veste Ebenode hervorging. Dort hatte ich eine unbeschwerte Jugend in der ich mich für das Reiten und das Bogenschiessen begeisterte.

Oft streifte ich allein durch die umgebenden Wälder mit dem Pferd meines Vaters und hatte auch meinen Bogen dabei. So begann ich auch das Bogenschiessen vom Pferde aus zu lernen.

Bei einer dieser Streifzüge kam ich auch zum Haus der Kräuterfrau unserer Siedlung und half ihr, ihr Holz für den Winter zu machen. Als Gegenleistung zeigte sie mir wie man die vielen Pflanzen aus der Umgebung zu Heilzwecken verwenden konnte.

Auch führte sie mich in andere, alte Heilkünste und Gebräuche unserer Ahnen ein. So entfernte ich mich auch immer mehr von der chistlichen Kirche.

Nachdem mein Vater starb, wehte dann ein anderer Wind und ich musste für den Schlossherrn in der Schmiede als Schmiedegehilfe arbeiten.

Zunehmend bekam ich dann als Freigeist immer mehr Schwierigkeiten mit dem Schlossherrn und insbesondere dem Pfarrer der dortigen Kirche, dem meine heidnischen Ansichten und Gebräuche suspekt waren.

Letztendlich musste ich Hals über Kopf verschwinden und alles zurücklassen.

Seitdem zog ich als Vagabund durch die Lande und biete jedem meine Dienste an, sei es als Reiter, Bogenschütze (auch beritten), Schmiedegehilfe oder einfacher Heiler, um mein Leben fristen zu können.

Mein Vater erzählte mir immer,dass unsere Familie aus der Gegend um den Chiemsee stammte. Daher ging ich zuerst nach Süden und begegnete im Raum München dem sogenannten Volk des Drachen ("Populus Draconis"), dem ich mich zumindest für einige Zeit anschloss.

Wer steckt dahinter?